Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in den letzten Tagen gab es viel Unruhe, und ich möchte mich kurz zu den Vorwürfen äußern, die derzeit – teilweise in geschlossenen Gruppen – über mich kursieren.
Mir wurde vorgeworfen, ich sei ein „Keiltreiber“. Wer mich kennt, weiß, dass mein Antrieb ein anderer ist:
Sorge um unsere gemeinsame Zukunft.
In einer Zeit, in der viele von uns nicht wissen, wie es mit ihrer Karriere und dem Standort weitergeht, ist Schweigen der falsche Weg. Kritik am Betriebsrat zu äußern, wenn man sich nicht abgeholt fühlt, ist kein Angriff auf das Gremium an sich, sondern ein Ruf nach mehr Präsenz auf der Fläche und klaren Antworten.
Was mir wichtig ist:
- Information ist Sicherheit: Dass der Betriebsrat nun ein Statement dazu abgegeben hat, warum Informationen aktuell nur begrenzt geteilt werden können, ist ein wichtiger Schritt. Genau diesen Druck habe ich aufgebaut – nicht um zu spalten, sondern um eine Handhabe für uns alle zu erwirken.
- Umgangskultur: Ich bin schockiert über die Art und Weise, wie intern über mich kommuniziert wird. Wer Transparenz fordert, sollte nicht mit persönlicher Ausgrenzung bestraft werden. Ein Betriebsrat ist für die Belegschaft da – und das schließt auch diejenigen ein, die kritische Fragen stellen.
- Fokus aufs Wesentliche: Wir stecken in einer schweren Zeit. Wir sollten unsere Energie darauf verwenden, Lösungen für die Mitarbeiter zu finden, anstatt Kollegen zu diskreditieren, die den Finger in die Wunde legen.
Ich stehe weiterhin für einen offenen, ehrlichen und respektvollen Austausch zur Verfügung – und zwar von Angesicht zu Angesicht, nicht hinter verschlossenen digitalen Türen.
Habt einen schönen Tag!